DER BRENNINGER | BRENNINGERS DOPPELPASS MIT GERD MÜLLER

DA HUAT GEHT UM

So heißt es in Bayern oftmals nach einem Konzert, wenn die Band kostenlos aufgespielt hat. Auf deutsch:

DER HUT KREIST

Und wem das Konzert gefallen hat, der drückt seine Anerkennung dadurch aus, dass er ein paar Euro in eben diesen Hut wirft.

Ebenso verhält es sich mit dem nachfolgenden Text. Wenn er Dir/Ihnen gefallen hat – dann gerne was in den Huat/Hut werfen. Nicht als „Spende“, sondern als: Anerkennung. Als Applaus…

Konto Josef Suttner

Konto Nr. 36 26 926

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Als Betreff-Angabe genügt : HUT/Brenninger 5 Spieler

Unter allen Anerkennerinnen/Anerkennern des Monats April wird ein Abendessen mit dem Autor im oberbayerischen Raum ausgelost. Freu’ mich schon darauf, Dich/Sie einladen zu dürfen !

(Vielleicht darf man ja im Mai schon wieder mit genügend Abstand dinieren…)

 

Und nun zum Text : – ) :

 

 

Der FC Bayern trainierte jetzt wochenlang in 5er-Gruppen.

Was der FC Bayern-Fan Brenninger zu Hause im Garten natürlich sofort imitierte. Und dabei an Fritz Langner (1912-1998) denken musste, der 1966 als Schalke-Coach seinem Team befohlen hatte: „Ihr Fünf spielt jetzt Vier gegen Drei.“

Jedenfalls dribbelte Brenninger jetzt auf den windigen Strauch zu.

Dieser Strauch hieß Ronald Koeman. Der Holländer hatte 1988 beim EM-Halbfinale gegen Deutschland  nach Spielschluss (die Niederlande gewannen) und Trikottausch sich das Hemd des Schalkers Olaf Thon  symbolisch durch den Hintern gezogen und diabolisch in die Ränge des Hamburger Volksparkstadions gegrinst.

Genau DEN, genau DIESEN Koeman, wollte Brenninger beim Kicken schon immer mal stehen lassen!

Also zog er rechts an dem Strauch vorbei. Geschafft! Juhuu!! Und eilte anschließend auf eine Eiche zu – eine Eiche jener Art, für welche einst der Begriff knorrig kreiert wurde. Sie verkörperte für den stürmenden Brenninger das walisische Raubein Vinnie Jones, eines der foulsten Ungeheuer, das sich in den 90er-Jahren im britischen Kick-Metier für Chelsea u.a. herumgetrieben hatte. Weshalb er den Namen „Vinnie the axe“ trug. Einmal hatte die Axt sogar bei einem Wohltätigkeitsspiel seinen Gegenspieler aus den Socken gedroschen und verletzt. Es handelte sich um einen 14jährigen.

Genau DEN, genau DIESEN Jones, wollte Brenninger beim Kicken schon immer mal überwinden!

Also fabrizierte er einen Übersteiger, der die Eiche unendlich verblüffte, huschte links an Vinnie vorbei und näherte sich nun mit raschen Schritten, den Ball elegant am Fuß, dem mannshohen Kletterfelsen, den Brenninger im Garten stehen hatte. Der Stein gab Real Madrids Sergio Ramos – einen Fels von Abwehrspieler. Der dem FC Bayern oftmals übel mitgespielt hatte.

An genau DEM, genau DIESEM Ramos, wollte Brenninger sich schon immer rächen!

Aber er wusste, es würde verdammt schwer sein, an Ramos vorbei zu kommen. Doch Gottseidank spielte ja Gerd Müller mit! Gerd Müller war der kleine kompakte Holzschuppen schräg rechts des Kletterfelsens. Und Gerd Müller galt zu seiner Zeit in den 70er-Jahren als bester Doppelpass-Spieler der Welt. Niemand brachte das Leder derart perfekt zurück wie er!

Also schoss Brenninger den Ball mit dem Innenrist nach rechts schräg vorne an den Schuppen, lief zugleich links an Ramos vorbei – und nahm hinter dem Kletterfelsen den vom Müller-Schuppen zurückprallenden Ball wieder in Empfang: Ramos überwunden! Super!!!

Jetzt stand nur noch einer im Weg: Heribert Finken. Finken hatte in den 60er-Jahren für Tasmania Berlin seine Bundesliga-Gegenspieler mit den Worten begrüßt: „Mein Name ist Finken – und Du wirst gleich hinken!“

Genau DEN, genau DIESEN Finken, wollte Brenninger beim Kicken schon immer mal alt aussehen lassen!

So alt wie die Fichte, die nicht wusste, dass sie jetzt Finken hieß. So sprintete Brenninger direkt auf die Fichte zu, schob blitzschnell die Hüfte nach links, blitzschnell wieder nach rechts und dann – stolperte er über eine Wurzel!

„Auuu!!!!!“, schrie Brenninger und betastete am Boden sitzend seinen linken Knöchel.

„Das war eine Schwalbe“, urteilte Brenningers Frau, die gerade aus dem Küchenfenster sah.

„Nein“, protestierte Brenninger, „das war Finkens Vermächtnis!“

Dann erhob er sich mühsam, hinkte mit gequälter Gesichtsmiene Richtung Haus und hörte dabei ganz genau, wie die Finke-Fichte hämisch kicherte.

Doch noch ehe er die Türschwelle erreicht hatte, wusste er bereits, wie er morgen den Finken bezwingen würde.

Er würde einfach die Fichte fällen.

Jupp Suttner

 

Wer den Brenninger nicht kennt: Der ist  47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler. Er ist auch oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag auf Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner. Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist. Wer genau hinter B. steckt – wer weiß das schon…

 

 

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