DER BRENNINGER | “Hurafuck!” – als einziger Kommentar…

Die Anordnung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war glasklar wie immer.

Sie lautete: Ab sofort dürfen im Tennis-Doppel maximal vier Leute teilnehmen! Weil bei fünf bereits Versammlungsansteckungsgefahr bestehe.

Ist natürlich ein Witz. Denn in Wirklichkeit kam der Erlass kam nicht von Söder, sondern von Andy Scheuer. Der Verkehrsminister hatte wieder mal seine Kompetenzen verkannt und es mit dem Verkehr im Swingerclub verwechselt.

Wie dem auch sei – jene, die es betraf, nämlich die Amateur-Tennisspieler/innen der Brenninger-Clique, ergriffen am Wochenende sofort Maßnahmen, damit auch ihre Matches frei von Corona-Übertragung bleiben würden. Sie spielten nur noch safer Doppel, was bedeutete:

Es durfte jeweils nur 1 Person ans Netz – die andere hatte hinten an der Grundlinie zu verbleiben. Da der Martin noch nie in seinem Tennisleben jemals bis zum Netz nach vorne durchgedrungen war, bedeutete es für ihn so gut wie keine Umstellung.

Brenninger verfügte außerdem, dass lautes Stöhnen während der Ballwechsel zu unterbleiben habe, denn wer weiß, was da alles dem Rachen entschlüpfen könnte.

Wobei sie hinterher beim Zusammensitzen im Vereinsheim (jeder an einem Tisch für sich alleine) in puncto dem Mund entfleuchen vor allem darüber rätselten, für welchen Fluch der Federer vor ein paar Wochen bei den Australian Open verwarnt worden war. Es sei eine Mischung aus Englisch und Schwyzerdütsch gewesen, hatte der eigentliche Tennis-Gentleman hinterher zugegeben. Also war ihm vermutlich eine Kombination aus dem schweizerischen „Huraseich“ („So ein Mist!“ auf deutsch) und „fuck“ („So ein Mist!““ auf angelsächsisch) entschlüpft, vielleicht ein:

„Hurafuck“.

Was für ein wunderbares neues Wort hatte Federer da kreiert! „Und wie wunderbar“, dachte sich Brenninger angesichts der Cliquen-Diskussion, „dass wir immer noch die Muße haben, uns über so einen Schmarrn Gedanken zu machen.“ Trotz des Corona-Irrsinns.

Dann saßen sie noch lange beieinander und genossen das gemeinschaftliche Biertrinken, denn sie wussten: Demnächst würde die Tennishalle geschlossen werden. Was sie nicht wussten:

Dass der Fall so rasch eintreten würde. Und die Schließung bereits tags darauf erfolgte. Was Brenninger nur mit einem einzigen Wort kommentierte:

„Hurafuck!“

Es aber natürlich einsah.

Jupp Suttner

Wer den Brenninger nicht kennt: Der ist  47 Jahre jung, 1,77 m groß, bisweilen bis zu 80 kg schwer und ein typischer Freizeitsportler. Er ist auch oftmals auf Reisen. Was er unterwegs und zu Hause erlebt, lesen Sie jeden Dienstag auf Reise-Stories.de – niedergeschrieben von Jupp Suttner. Wobei schon allein am Alter ersichtlich ist, dass der Autor NICHT der Brenninger ist. Wer genau hinter B. steckt – wer weiß das schon…

 

Foto: Auch der berühmte Tennis-Coach Manfred Höller (Foto-Copyright Jupp Suttner) kann in diesen Tagen keinen Unterricht erteilen.

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